Longevity Wohnräume

Raum für ein gutes Leben.

Wohnqualität, die den Menschen und das Gebäude über viele Jahre im Blick behält.

Wohnqualität entdecken

Für Menschen. Für morgen.

Longevity verbindet gesundes Wohnen mit langlebiger Bauqualität. Wir planen Luft, Licht, Schallschutz und Temperatur ebenso sorgfältig wie Sicherheit und Anpassbarkeit – mit konkreten Zielen, fachlichen Nachweisen und einem Blick auf den gesamten Lebenszyklus.

Wie sich gutes Wohnen anfühlt.

Schlafzimmer im aestate-Projekt AZURÉ in Kilchberg mit Blick auf den Zürichsee

Zur Ruhe kommen.

Erholsamer Schlaf braucht frische Luft, Ruhe und Dunkelheit. CO₂- und feuchtegeführte Lüftung, leise Haustechnik und wirksame Verdunkelung werden deshalb gemeinsam geplant.

Planungsziele: CO₂ unter 800 ppm · Haustechnik unter 22 dB(A) im Schlafzimmer · Verdunkelung unter 1 lx

Wohnraum mit geschlossenem Fenster und integriertem Lüftungsauslass

Angenehm kühl. Auch im Sommer.

Geocooling führt Wärme über Erdsonden an das Erdreich ab. Baulicher Sommerwärmeschutz und Verschattung ergänzen die passive Kühlung; wo nötig, werden Kühldecken eingeplant. Die Auslegung wird vor der Ausführung durch Simulation geprüft.

Planungsziel: 21 °C operative Raumtemperatur bei 35 °C Aussentemperatur, Obergrenze 22 °C · Projektspezifischer Nachweis nach SIA 180. Die operative Temperatur berücksichtigt Luft- und Oberflächentemperaturen.

Lesesessel vor einer Holzlamellenwand mit Teppich und schweren Vorhängen

Ruhe im eigenen Zuhause.

Wir betrachten Aussenlärm, Trittschall und Geräusche der Haustechnik zusammen. Schalldämmende Bauteile, körperschallentkoppelte Anlagen und eine abgestimmte Raumakustik bilden das Schallschutzkonzept – einschliesslich der Nachtlüftung.

Planungsziel: erhöhte Anforderungen nach SIA 181 plus 3 dB Reserve · Haustechnik unter 22 dB(A) im Schlafzimmer

Zeitgenössisches Wohngebäude mit begrünten Aussenflächen

Werte, die bleiben.

Robuste Materialien, sorgfältige Feuchteschutzdetails und wartungsfreundliche Technik erhalten die Nutzbarkeit des Gebäudes. Instandhaltungspläne, eine vollständige Gebäudedokumentation und vorbereitete Nachrüstungen unterstützen den langfristigen Werterhalt.

Hindernisfrei und anpassbar nach SIA 500 planen · Instandhaltungsplan je Anlage · Ersatzteilverfügbarkeit im Technikkonzept berücksichtigen

Die genannten Werte sind unsere Planungsziele. Fachplanende bestätigen ihre Umsetzbarkeit und legen Messbedingungen sowie Nachweise projektspezifisch fest. Verbindlich sind die Leistungen der jeweiligen Projekt- und Baubeschreibung.

Ganzheitlich geplant

Fünf Faktoren. Ein Zuhause.

Luft, Feuchtigkeit, Licht und Schall wirken zusammen. Die Qualität liegt darin, alle Einflüsse aufeinander abzustimmen.

Dezenter Lüftungsauslass über einem geschlossenen Wohnraumfenster

Raumluftqualität

Frische Luft, ausgewogene Feuchtigkeit und angenehme Temperaturen entstehen durch das Zusammenspiel von Lüftung, emissionsarmen Materialien und Geocooling.

Massnahmen, Zielwerte und Normen
  • Bedarfsgerechte Lüftung mit CO₂- und Feuchteführung; Raumklimasensoren in den Aufenthaltsräumen.
  • Planungsziele: CO₂ unter 800 ppm; relative Luftfeuchte 40–60 %.
  • Emissionsarme Baustoffe: Zielwerte TVOC unter 300 µg/m³ und Formaldehyd unter 30 µg/m³.
  • Geocooling, Verschattung und Sommerwärmeschutz gemeinsam auslegen; thermisches Verhalten nach SIA 180 nachweisen.
Geschlossenes Wohnraumfenster mit Blick auf den Strassenverkehr

Luftverschmutzung

Eine gezielt platzierte Aussenluftfassung, geeignete Filter und eine dichte Gebäudehülle begrenzen den Eintrag von Belastungen aus Strasse und Umgebung.

Massnahmen, Zielwerte und Normen
  • Aussenluftfassung abseits von Strassenverkehr und Garagen planen.
  • Filter ePM1 80 % vorsehen; Planungsziel für Feinstaub PM2.5: unter 10 µg/m³.
  • Dichtheit der Gebäudehülle mit einem Blower-Door-Test prüfen.
  • Filterwechsel und Wartungsintervalle im Instandhaltungsplan festhalten.

Biologische Faktoren

Feuchteschutz und Wasserhygiene schützen Menschen und Bausubstanz. Wärmebrückenarme Details, ausreichende Bautrocknung und eine stagnationsarme Trinkwasserinstallation gehören zusammen.

Massnahmen, Zielwerte und Normen
  • Feuchteschutz nach SIA 180 planen; Oberflächenfeuchte an Bauteilen auf höchstens 80 % rF begrenzen.
  • Bautrocknung vor dem Ausbau prüfen und dokumentieren.
  • Trinkwasserinstallationen zur Vermeidung von Stagnation planen, etwa mit Ringleitungen und Hygienespülungen.
  • Temperaturführung, Hygiene und Wartung der Warmwasserversorgung im Fachkonzept festlegen.

Licht und Strahlung

Viel Tageslicht am Tag, sanftes Licht am Abend und Dunkelheit in der Nacht unterstützen den Tagesrhythmus. Radonschutz und eine bewusste Elektroplanung ergänzen das Konzept.

Massnahmen, Zielwerte und Normen
  • Radondichte Bodenplatte und Durchdringungen; Zielwert unter 100 Bq/m³, Kontrolle durch Messung nach Bezug. Der Schweizer Referenzwert beträgt 300 Bq/m³ im Jahresmittel.
  • Tageslicht nach SN EN 17037 planen; angestrebtes Niveau «mittel» in Wohnräumen.
  • Ziel für die Verdunkelung im Schlafzimmer: unter 1 lx. Tunable White passt Lichtfarbe und Helligkeit an den Tagesverlauf an; dimmbare, warmweisse Abendbeleuchtung und blendfreies Nachtlicht auf dem Weg zum Bad ergänzen die Planung.
  • Leitungsführung im Schlafbereich abstimmen; eine Netzfreischaltung ist projektspezifisch als Option zu prüfen.

Lärm

Schallschutz betrifft Fenster, Fassaden, Wohnungstrennbauteile und Haustechnik. Entscheidend ist die abgestimmte Ausführung gegen Luft- und Körperschall.

Massnahmen, Zielwerte und Normen
  • Planungsziel: erhöhte Anforderungen nach SIA 181 plus 3 dB Reserve.
  • Zielwert für Haustechnikgeräusche im Schlafzimmer: unter 22 dB(A).
  • Haustechnik körperschallentkoppelt ausführen; Raumakustik in Wohnräumen berücksichtigen.
  • Nachtlüftung mit dem Schallschutzkonzept abstimmen, etwa mit schallgedämpften Lüftungsöffnungen.

Einzeln gut. Gemeinsam besser.

Eine einzelne Massnahme reicht selten. Entscheidend ist, was sie im Zusammenspiel mit den anderen bewirkt. Deshalb planen wir ein abgestimmtes Ganzes.

Raumklima als Ganzes

Geocooling, Sonnenschutz und Lüftung werden aufeinander abgestimmt. Eine dichte Gebäudehülle braucht ein passendes Lüftungskonzept; frische Nachtluft darf den Schallschutz nicht unterlaufen.

Sicherheit im Alltag

Sich sicher bewegen und früh gewarnt werden: Schwellenlose Übergänge, rutschhemmende Nassraumböden und blendfreies Nachtlicht erleichtern den Alltag. Beidseitige Handläufe und kontrastreiche Treppenstufen ergänzen die Sturzprävention. Einbruchhemmende Fenster und Türen der Klasse RC2 sowie Rauch- und Wassermelder gehören zum Planungskonzept.

Schutz und Vorbereitung
  • Magnetkontakte an Fenstern und Türen vorverkabeln, damit Sicherheitssysteme später ergänzt werden können.
  • Alarmanlage, eine erhöhte Einbruchhemmung der Klasse RC3 und Videoüberwachung werden projektspezifisch als Optionen geprüft.

Autonomie bis ins Alter

Ein Zuhause, das mit Ihren Bedürfnissen mitgeht – damit Sie auch bei veränderter Beweglichkeit möglichst lange selbständig wohnen können. Wir planen hindernisfrei und anpassbar nach SIA 500: mit 0 mm Schwellen und 90 cm breiten Türen als Planungszielen, bodengleichen Duschen und nachrüstbaren Haltegriffen.

Vorbereitet für veränderte Bedürfnisse
  • Wandverstärkungen für spätere Haltegriffe bereits im Bad vorsehen.
  • Leerrohre und Verteilerreserven ermöglichen die Nachrüstung von Assistenzsystemen ohne Eingriff in die Bausubstanz.
  • Notruf und Inaktivitätserkennung vorbereiten; die Systeme werden je nach Bedarf ergänzt.
  • Offene Standards wie KNX oder eine gesicherte Ersatzteilverfügbarkeit im Technikkonzept berücksichtigen.
Zusammenspiel von Fassade, Verglasung und Terrasse am Wohnprojekt AZURÉ
Wohnbereich mit Naturmaterialien und raumhohen Fenstern

Unser Prozess. Von der Planung bis zum Betrieb.

01 · Planung und Simulation

Wir legen die projektspezifischen Ziele mit den Fachplanenden fest und stimmen Architektur, Bauphysik und Haustechnik ab. Dazu gehören Sommerkomfort und Feuchteschutz nach SIA 180, Schallschutz nach SIA 181, Tageslicht nach SN EN 17037 sowie hindernisfreie Planung nach SIA 500. Simulationen und Fachnachweise prüfen die Auslegung vor der Ausführung.

Ergebnis: abgestimmte Zielwerte, Fachkonzepte und Nachweise als Grundlage für Ausschreibung und Ausführung.

02 · Ausführung und Qualitätssicherung

Baustellenkontrollen begleiten die Umsetzung der vereinbarten Anforderungen. Geprüft werden insbesondere Abdichtungen, Wärmebrücken, Bautrocknung, Materialwahl und die schallentkoppelte Montage der Haustechnik. Abweichungen werden dokumentiert und vor dem nächsten Arbeitsschritt geklärt.

Ergebnis: dokumentierte Kontrollen und nachvollziehbare Korrekturen während des Baus.

03 · Messung und Abnahme

Vor der Übergabe werden die vereinbarten Funktionen und Leistungen je Wohnung geprüft. Das projektspezifische Prüfprogramm umfasst die vorgesehenen Messungen zu Raumluft, Schall und Anlagenbetrieb. Messungen, die erst nach Bezug sinnvoll sind, etwa Radon, werden mit Termin und Zuständigkeit eingeplant.

Ergebnis: Abnahmeprotokolle, Messergebnisse und ein klarer Umgang mit offenen Punkten.

04 · Betrieb und Instandhaltung

Die Eigentümerschaft erhält die Gebäudedokumentation und Instandhaltungspläne je Anlage. Wartung, Filterwechsel und wiederkehrende Kontrollen von Luft, Radon und Wasser werden im Betriebskonzept festgelegt. Zuständigkeiten in der Stockwerkeigentümerschaft und die Ersatzteilversorgung werden mitgedacht.

Ergebnis: ein nachvollziehbarer Plan für Betrieb, Monitoring und langfristigen Werterhalt.

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